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    Einblicke in die Denkweise von Rasmus Jørgensen: Vertrauen und Wachstum als Leitphilosophie

    Wenn man Rasmus Jørgensen begegnet, wird schnell klar: Erfolg entsteht nicht durch Titel allein. Er wächst aus Leidenschaft, Widerstandskraft und einem tief verankerten Vertrauen in Menschen. Rasmus wirkt ruhig, aber zielgerichtet – seine souveräne Gelassenheit ist geprägt von Erfahrung und Beharrlichkeit. Für ihn bedeutet Führung nicht Kontrolle, sondern „ein Umfeld zu schaffen, in dem Wachstum selbstverständlich wird und jede Person ihr Potenzial entfalten kann“. Er spricht mit Bedacht, stellt Vertrauen an erste Stelle und sieht darin die Grundlage, um Champions zu formen – auf und abseits der Strecke. Seine Leidenschaft für Motocross ist unbestreitbar, doch was ihn wirklich auszeichnet, ist seine Haltung zu Menschen: zu den Fahrern, zum Team und zu den Beziehungen, die Erfolg möglich machen.

    Lerne Rasmus Jørgensen kennen, Team Manager von Nestaan Husqvarna Factory Racing. In seinem exklusiven Interview mit Husqvarna spricht er über seinen Ansatz im Umgang mit dem Team und gibt Einblicke in die Denkweise, die den Erfolg des Teams und die Entwicklung seiner Fahrer prägt.

    Team-Erfolg entsteht durch die richtige Einstellung und die Entwicklung jedes einzelnen Fahrers – Rasmus begleitet Kay de Wolf und Liam Everts auf ihrem Weg im Rennsport. Bild: Fullspectrum Media

    Vom dänischen Champion zum Team Manager: Ein Weg geprägt von Resilienz

    Rasmus Jørgensens Weg war alles andere als vorhersehbar. Seine Reise zu einem der jüngsten Teammanager im Fahrerlager begann weit entfernt von jeder großen Bühne.

    „Ich komme aus einer ganz normalen Familie in Dänemark, ohne Motocross‑Hintergrund … Mein Vater kaufte mir mein erstes Motorrad, als ich vier Jahre alt war – und ich war sofort begeistert.“

    Mit neun Jahren wurde er dänischer Meister – der jüngste Fahrer überhaupt auf einer 65cc‑Maschine. Sein Talent brachte ihm Verträge mit renommierten Marken ein, und mit 17 Jahren stand er bereits in der MX2‑Weltmeisterschaft am Start. Dann änderte ein einziger Moment alles.

    „Ich hatte einen Verkehrsunfall, der meine Karriere auf einen Schlag beendete.“

    Doch dieser Einschnitt nahm ihm nicht die Leidenschaft – er lenkte sie in eine neue Richtung: „Ich wollte dem Sport etwas zurückgeben und mit jungen Fahrern arbeiten … das war der Beginn des nächsten Kapitels.“

    Er baute ein starkes Netzwerk auf, kam zu Husqvarna und zog nach Belgien, um als Trainer zu arbeiten. Späte übernahm er die Rolle als Team Manager. Heute prägt er sein Team mit Vertrauen, Wachstum und Leidenschaft – Werte, die sowohl seine Fahrer als auch ihre Ergebnisse formen.

    Rasmus’ Leidenschaft für Motocross und die enge Zusammenarbeit mit den Fahrern prägen seinen Führungsstil – Erfahrungen, die er in jeden Schritt einfließen lässt. Bilder: Fullspectrum Media

    Rasmus’s Motivation: Warum ein leidenschaftliches Team der Schlüssel ist

    Nach sechs Jahren als Team Manager begegnet er seiner Rolle heute mit deutlich mehr Leichtigkeit. Mit 27 Jahren war er der jüngste Team Manager im gesamten Werksteam‑Fahrerlager – der Druck, sich zu beweisen, war groß. Und er erkannte schnell: Perfektion gibt es nicht.

    „Ich wollte, dass alles perfekt ist. Das hat Jahre gedauert. Und selbst heute glaube ich nicht, dass ich es herausgefunden habe … Perfektion existiert nicht.“

     

    Treiben dich heute die Erfolge deiner Fahrer an, oder was motiviert dich jenseits von Titeln und Trophäen?

    „Es ist eine Mischung verschiedener Dinge, die mich in meinem Job erfüllen. Weltmeisterschaften zu gewinnen und um Titel zu kämpfen ist immer das Ziel, aber meine Motivation geht tiefer. Was mich wirklich erfüllt, ist ein funktionierendes Team zu sehen – Fahrer, die zufrieden sind und mit Leidenschaft und Professionalität arbeiten. Wenn du ein starkes Team hast und sich die Fahrer wohlfühlen, spiegelt sich das in den Ergebnissen wider. Hoffentlich können wir darauf weiter aufbauen und um weitere Titel und Siege in der Weltmeisterschaft kämpfen.“

    Für Rasmus entsteht echte Motivation durch ein Team, das funktioniert – und durch Fahrer, die wirklich zufrieden sind. Zu sehen, wie die Leidenschaft in diesem Sport gelebt wird, macht seine Rolle besonders. Bilder: Fullspectrum Media

    Der Blick fürs Ganze: Erfolg und Wachstum über die Ziellinie hinaus

    Neben dem Moment des ersten Weltmeisterschaftssiegs hebt Rasmus einen anderen Meilenstein hervor: die persönliche Entwicklung eines Fahrers.

    „Es war unglaublich, Kay de Wolf so jung ins Team zu holen. Zu sehen, wie er wächst – vom Jungen zum Erwachsenen und schließlich zum Weltmeister – das war etwas ganz Besonderes.“

    Was ist dir bei der ersten Begegnung mit Kay besonders aufgefallen, und warum hast du an sein Potenzial geglaubt?

    „Am Anfang ging es vor allem um sein fahrerisches Können – sein Talent, seine Technik und seine Begeisterung fürs Fahren. Er liebte es, auf dem Motorrad zu sein. Schon vom ersten Moment an war er beeindruckend effizient, und das in einem Alter, in dem das nicht selbstverständlich ist. Dazu kommt sein natürlicher und charismatischer Charakter, was immer ein großer Pluspunkt ist.“

    Stolze Momente und glückliche Gesichter hinter den Kulissen der FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2025 in Lugo, Spanien. Bilder: Fullspectrum Media

    Ein gutes Coaching bedeutet, jede einzelne Person zu verstehen und ein Umfeld zu schaffen, das ihr Potenzial freisetzt und sie zu ihrer besten Leistung bringt. Kay de Wolf bei der FIM MX2‑Weltmeisterschaft in Trentino 2025. Bild: Fullspectrum Media

    Wie passt du deinen Coaching‑Stil an verschiedene Persönlichkeiten an und baust Vertrauen zu den Fahrern auf?

     

    „Du musst das richtige Umfeld schaffen, damit jeder Fahrer sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Jeder Fahrer ist anders – in seiner Mentalität, seiner Denkweise und seiner Perspektive auf das Leben. Deshalb muss das gesamte Programm entsprechend angepasst werden. Du musst deine Fahrer gut kennen und wissen, welche Knöpfe du drücken musst, damit sie auf ihrem höchsten Niveau performen.“

    Mit Strategie zum Teamerfolg: Wie Vertrauen und Verantwortung eine neue Generation von Fahrern formen

    Eine entscheidende Eigenschaft eines Teammanagers heute, sagt Rasmus, ist das Verständnis für die neue Generation: „Ihre Mentalität ist ganz anders als vor zehn Jahren. Dass ich selbst jünger bin, hilft mir, sie besser zu verstehen und mich schnell anzupassen, weil sich alles ständig weiterentwickelt. Sie sind auch viel offener, was es einfacher macht, starke Beziehungen aufzubauen.“


    Wie würdest du deinen Führungsansatz in wenigen Worten beschreiben?

    „Ich fokussiere mich auf kurze, klare Kommunikationswege. Ich vertraue meinem Team, gute Arbeit zu leisten, denn Menschen wachsen, wenn man ihnen Verantwortung gibt. Hinter den Kulissen geht es immer um Teamwork.“

    Klare Kommunikation und Vertrauen im Team bilden das Herzstück von Rasmus’ Führungsstil. Bild: Fullspectrum Media

    Rasmus an der Motocross-Strecke beim MX2‑Weltmeisterschaftswochenende 2025 in Afyonkarahisar, Türkei. Bild: Fullspectrum Media

    Wie triffst du Entscheidungen in kritischen Rennmomenten?


    „Die Wochenenden sind fast die einfachsten, denn der Ablauf ist klar. Man weiß, dass wir am Start stehen und es einen Plan gibt, um das Maximum aus jeder Situation herauszuholen.

    Aber es gibt auch schwierigere Momente, in denen du einem Fahrer sagen musst: ‚Du fährst dieses Wochenende nicht.‘ Wenn er sich bereit fühlt, du aber sagen musst: ‚Nein, wir starten nicht – wir glauben, dass es besser ist, mehr Zeit zu nehmen, um wirklich bereit zu sein‘ … solche Gespräche sind nie einfach.“

    Doppelpower für 2026: Kay de Wolf und Liam Everts starten in die neue Saison

    Für die neue Saison erhält das Team eine frische Dynamik: Kay de Wolf steigt mit der FC 450 in die MXGP auf, während Liam Everts seinen Aufstieg in der MX2 fortsetzt. Kay bringt das Selbstvertrauen eines Weltmeisters mit, und Liams starkes Comeback sowie seine Konstanz machen ihn zu einem wichtigen Mitstreiter. Gemeinsam schaffen sie die Basis für ein spannendes Jahr in beiden Klassen.

    Ein neues Kapitel für Nestaan Husqvarna Factory Racing 2026: Kay de Wolf steigt in die MXGP auf, während Liam Everts topfit in die MX2 zurückkehrt. Bild: Bavo Swijgers

    Liam Everts startet die Rennsaison 2026 mit frischen Erwartungen und einem starken Comeback. Bilder: Fullspectrum Media

    Was sind deine Erwartungen an Liam für die kommende Saison? 


    „Für Liam war der Beginn unserer Zusammenarbeit nicht ideal. Kurz nach der Vertragsunterzeichnung verletzte er sich in China schwer. Als Team wollten wir keinen Druck aufbauen und uns darauf konzentrieren, ihn zu unterstützen. Das half, eine gute Beziehung aufzubauen und die Saison ohne Druck zu starten. Er war sehr beeindruckend in der Rehabilitation, und wir hatten nicht erwartet, dass er so schnell zurückkommt. Als wir die Freigabe bekamen, ging er nach Argentinien, wurde Vierter – und drei Rennen später sicherte er sich die Red Plate. Ein Comeback nach so einer Verletzung war beeindruckend.

    Jetzt beginnt ein neues Jahr, und die Erwartungen sind natürlich höher – für ihn und für uns. Um den Titel zu kämpfen, ist ganz klar das Ziel.“

    Ein weiterer Blick auf 2026: Wie bereitest du Kay auf den Aufstieg in die MXGP-Klasse vor?


    „Er hatte großartige Jahre. Doch 2025 war herausfordernd, mit Verletzungen in der Mitte der Saison, die ihn viele Punkte kosteten. Diese große Lücke zu schließen und im letzten Rennen fast den Weltmeisterschaftstitel zu holen, war sehr beeindruckend. Nach diesem Comeback entschied er sich für den Aufstieg.

    Es wird spannend zu sehen sein, wie er sich anpasst und wie sich die Klasse entwickelt. Diesen Winter wird er hart arbeiten, um sein bestes Niveau zu erreichen, gegen die Top‑Fahrer zu kämpfen und von den erfahrensten Athleten zu lernen. Unser Ziel ist es, ihn in eine Position zu bringen, in der er konkurrenzfähig mit den Führenden ist und starke Highlights setzen kann.

    Wir müssen ihn bestmöglich vorbereiten, denn die Königsklasse ist sehr anspruchsvoll. Der beste Ansatz ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren, den Druck niedrig zu halten, seine Leistung abzurufen und gesund zu bleiben.“

    Liam Everts gewinnt, Kay de Wolf wird Zweiter und holt die Red Plate für Nestaan Husqvarna Factory Racing beim MXGP von Castilla‑La Mancha, Spanien 2025. Bilder: Fullspectrum Media

    Der Traum einer Factory‑Karriere: Rasmus’ Worte an junge Talente

    Während die Spitzenfahrer bereit sind, in die neue Saison zu starten, träumen zahlreiche junge Fahrer von einer Karriere in einem Werksteam – angetrieben von ihrer Leidenschaft für Motocross.

    Welchen Rat würdest du jungen Fahrern geben, die von einer Factory‑Karriere träumen?

    „Es geht nicht nur um die jungen Fahrer – es geht auch um die Eltern. Manchmal haben die Eltern größere Träume als die Fahrer selbst, und das funktioniert nie. In solchen Fällen muss man ehrlich sein und einen Schritt zurückgehen. Genießt einfach den Sport und nehmt ihn nicht zu ernst.

    Für Fahrer, die es wirklich vorantreiben wollen und bereit sind, die Arbeit zu investieren… denkt immer daran: Das Schönste am Motocross ist, dass man Erfolg nicht kaufen kann. Du kannst viel mehr erreichen, indem du an dir selbst arbeitest. Und wenn du gut genug bist und es zeigst, hast du die Chance, von einem Werksteam gesehen zu werden.“

    Zum Abschluss erinnert uns Rasmus daran, dass wahrer Erfolg nicht nur auf Ergebnissen basiert, sondern auf Widerstandskraft, Vertrauen in Menschen und der Ehrlichkeit, immer weiterzumachen – danke dafür! Champions wachsen durch Vertrauen, Werte und die Beziehungen, die hinter den Kulissen entstehen. Und das inspiriert die nächste Generation wirklich.

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media

    Eindrücke unvergesslicher Momente aus verschiedenen Rennsaisons – großartige Jahre, geprägt von Leidenschaft, Teamwork und Vertrauen, die den Erfolg des Teams und das Wachstum jedes Einzelnen ermöglichen. Bilder: Fullspectrum Media